Excalibur Dörrautomat: Premium für Rohkost-Fans — mein ehrlicher Test

Zuletzt aktualisiert: März 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Der Excalibur ist so etwas wie der Rolls-Royce unter den Dörrautomaten. Seit Jahrzehnten schwören Rohkost-Enthusiasten und Profi-Dörrer auf die amerikanische Marke. Aber lohnt sich ein Dörrautomat, der mehr kostet als drei oder vier herkömmliche Geräte? Ich habe den Excalibur 3926TB auf meinem Obsthof getestet und erzähle dir meine ehrliche Meinung.

Eines vorweg: Der Excalibur hat mich beeindruckt. Aber er ist nicht für jeden die richtige Wahl. Hier kommt mein ausführlicher Erfahrungsbericht.

Die Marke Excalibur: Legende aus Kalifornien

Excalibur wird in Sacramento, Kalifornien, gefertigt — und das seit über 40 Jahren. In der Rohkost-Szene ist der Name fast ein Synonym für Dörrautomaten. Wenn jemand in einem Rohkost-Forum von seinem Dörrer spricht, meint er oft den Excalibur.

Was die Marke besonders macht: Die patentierte Parallexx-Luftführung, die für eine extrem gleichmäßige Temperaturverteilung sorgt. Davon später mehr. Außerdem setzt Excalibur auf BPA-freie Materialien und hat eine treue Fangemeinde, die sich über Jahrzehnte aufgebaut hat.

In Deutschland bekommt man den Excalibur über spezialisierte Händler oder Amazon. Die Preise liegen je nach Modell zwischen 250 und 450 Euro — eine deutliche Investition. Schauen wir also, ob sich das lohnt.

Parallexx-Technologie: Was steckt dahinter?

Die Parallexx-Technologie ist Excaliburs Alleinstellungsmerkmal. Der Ventilator an der Rückwand ist so konstruiert, dass die warme Luft horizontal und gleichmäßig über alle Einschübe verteilt wird. Anders als bei anderen Einschubgeräten, wo die Luft von hinten nach vorne strömt und dabei abkühlt, sorgt Parallexx dafür, dass die Temperatur auf der gesamten Fläche nahezu identisch ist.

Ich habe das mit meinem digitalen Thermometer nachgemessen: Vorne 40,2 °C, hinten 40,8 °C, oben 40,5 °C, unten 40,3 °C — bei eingestellten 40 °C. Das ist beeindruckend. Zum Vergleich: Bei meinem Rommelsbacher DA 900 messe ich Unterschiede von 2–3 °C, beim Klarstein sogar 3–4 °C.

Warum ist das wichtig? Für normales Obst ist ein Temperaturunterschied von 3 °C egal. Aber für Rohkost ist es entscheidend: Wer unter 42 °C dörren will, um die Enzyme und Vitamine zu erhalten, braucht präzise Temperaturen. Ein Gerät, das zwischen 38 und 45 °C schwankt, zerstört genau das, was man bewahren möchte.

Ausstattung und Verarbeitung

Der Excalibur 3926TB kommt mit 9 Einschüben und einem 26-Stunden-Timer. Die Einschübe sind aus BPA-freiem Kunststoff mit einem Polyscreen-Gitter — dem Material, das Excalibur speziell für die Lebensmitteltrocknung entwickelt hat. Es lässt sich leicht reinigen und ist spülmaschinenfest.

Die Verarbeitung ist solide, aber nicht luxuriös. Das Gehäuse ist aus Kunststoff, nicht aus Edelstahl. Das überrascht viele bei dem Preis. Aber Excalibur argumentiert, dass Kunststoff für die Isolation besser ist und die Wärme gleichmäßiger hält. Und tatsächlich: Das Gerät bleibt außen kühl, während innen 68 °C herrschen.

Ein Detail, das mir gefällt: Die Tür lässt sich komplett abnehmen, nicht nur aufklappen. Das erleichtert das Beladen ungemein. Werner hat gemeint, das sei wie beim Backofen — nur praktischer.

Rohkost-Qualität: Der entscheidende Unterschied

Für Rohkost-Fans ist der Excalibur die Referenz. Die präzise Temperatursteuerung unter 42 °C ist sein großes Plus. Ich habe Rohkost-Cracker, Fruchtleder und getrocknete Tomaten bei 38 °C hergestellt — und die Ergebnisse waren fantastisch. Die Farben bleiben leuchtend, die Texturen sind perfekt, und der Geschmack ist intensiver als bei höheren Temperaturen.

Wer sich für Rohkost-Dörren interessiert, findet auch im Wartmann Dörrautomat eine gute Alternative, die etwas günstiger ist. Aber der Excalibur bleibt der Goldstandard.

Praxistest auf dem Obsthof

Auf meinem Obsthof habe ich den Excalibur mit allem gefüttert, was die Saison hergibt. Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Tomaten, Kräuter, Beef Jerky und Hundesnacks.

Apfelringe bei 57 °C: Nach 6,5 Stunden perfekt gedörrt. Alle 9 Etagen gleichmäßig — kein Umschichten nötig. Das beste Ergebnis aller Geräte in meinem Test.

Fruchtleder bei 40 °C: Wunderschön gleichmäßig, keine trockenen Stellen am Rand. Hierfür wurde der Excalibur gemacht — das merkt man sofort.

Kräuter bei 35 °C: Perfekte Trocknung bei niedrigster Stufe. Der Excalibur hält die Temperatur so konstant, dass selbst empfindlichste Kräuter ihre Farbe und ihr Aroma behalten. Mein Basilikum war tiefgrün und duftete wie frisch gepflückt.

Kapazität: 9 Einschübe bedeuten richtig viel Platz. Ich kann problemlos 5–6 kg Obst in einem Durchgang verarbeiten. In der Erntesaison, wenn die Bäume voller Äpfel hängen, ist das ein enormer Vorteil. Wer noch mehr Platz braucht, sollte sich einen Dörrschrank ansehen.

Ist der Preis gerechtfertigt?

Die große Frage: Lohnen sich 300+ Euro für einen Dörrautomat? Meine ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, wer du bist.

Der Excalibur lohnt sich, wenn du:

  • Rohkost-Fan bist und präzise Temperaturen unter 42 °C brauchst
  • Regelmäßig große Mengen dörrst (mehrmals pro Woche)
  • Einen Profi-Dörrautomat für ambitionierte Projekte suchst
  • Ein Gerät willst, das 10+ Jahre hält

Der Excalibur lohnt sich NICHT, wenn du:

  • Nur gelegentlich Obst oder Gemüsechips machst
  • Ein begrenztes Budget hast — es gibt gute Geräte unter 50 Euro
  • Hauptsächlich bei höheren Temperaturen dörrst (über 55 °C macht der Temperaturvorteil keinen Unterschied)

Günstigere Alternativen zum Excalibur

Nicht jeder braucht (oder will sich leisten) einen Excalibur. Hier sind meine Empfehlungen für verschiedene Budgets:

Mein Fazit zum Excalibur Dörrautomat

Der Excalibur ist der beste Dörrautomat, den ich je benutzt habe. Die Temperaturpräzision ist unübertroffen, die Kapazität riesig und die Qualität der Ergebnisse durchweg erstklassig. Aber: Er ist ein Luxusgerät, und wer nicht regelmäßig auf Rohkost-Niveau dörrt, bekommt bei günstigeren Geräten 90 % der Leistung.

Für Rohkost-Fans, ambitionierte Dörrer und alle, die das Beste wollen, ist der Excalibur die richtige Wahl. Für alle anderen empfehle ich meinen Testsieger Rommelsbacher DA 900 — und das gesparte Geld in gutes Obst investieren.

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Annas Tipp

Achte beim Excalibur-Kauf auf die Version MIT Timer (Modell 3926TB). Die Version ohne Timer ist günstiger, aber im Alltag deutlich unpraktischer. Und die Paraflexx-Matten als Zubehör sind ein Muss für Fruchtleder und feine Kräuter.

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Anna

Obstgarten-Besitzerin, Hundemama & Dörr-Enthusiastin

Der Excalibur ist mein Premium-Gerät für besondere Projekte. Für den Alltag nutze ich meinen Rommelsbacher — aber wenn es auf Perfektion ankommt, führt kein Weg am Excalibur vorbei.

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Häufige Fragen zum Excalibur Dörrautomat

Der Excalibur wird in den USA gefertigt und bietet eine patentierte Parallexx-Luftführung für maximale Gleichmäßigkeit bei niedrigen Temperaturen. Für Rohkost-Fans und Profis lohnt sich die Investition, für Gelegenheitsdörrer gibt es günstigere Alternativen.

Der Excalibur gehört zu den besten Dörrautomaten überhaupt, besonders für Rohkost und niedrige Temperaturen. Ob er der beste für dich ist, hängt von deinen Anforderungen ab. Mein Testsieger für die meisten Nutzer ist der Rommelsbacher DA 900.

Für die meisten Nutzer empfehle ich den Excalibur 3926TB mit 9 Einschüben und Timer. Wer weniger Platz braucht, kann zum 5-Einschub-Modell greifen. Wichtig: Unbedingt die Version mit Timer wählen.

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Weiterführende Quelle: Dörrapparat — Wikipedia