Rommelsbacher Dörrautomat: DA 750 & DA 900 im Praxistest
Zuletzt aktualisiert: März 2026 · Lesezeit: ca. 14 Minuten
Rommelsbacher — das ist ein Name, der in der Dörr-Community fast schon Legendenstatus hat. Und das nicht ohne Grund. Ich nutze den Rommelsbacher DA 900 seit über zwei Jahren auf meinem Obsthof, und er hat mich kein einziges Mal enttäuscht. Zusätzlich habe ich mir den kleineren DA 750 zum Vergleich besorgt, weil ich immer wieder danach gefragt werde.
In diesem ausführlichen Praxistest teile ich meine Erfahrungen mit beiden Geräten — ungefiltert, ehrlich und aus dem echten Alltag einer Obstbäuerin, die fast täglich dörrt.
Inhaltsverzeichnis
Rommelsbacher DA 900 im Detail
Der DA 900 ist das größere der beiden Rommelsbacher-Modelle und mein Testsieger 2026. Lass mich dir die technischen Daten geben, bevor ich in den Praxisbericht einsteige:
Rommelsbacher DA 900
6 Edelstahl-Einschübe · 600 W · stufenlos 25–75 °C · Timer bis 24h
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Mein Praxistest: 2 Jahre Dauereinsatz
Ich habe den DA 900 im Herbst 2023 gekauft, als unsere Apfelernte besonders üppig ausfiel und mein alter Stapeldörrer an seine Grenzen stieß. Seitdem läuft er im Schnitt 3- bis 4-mal pro Woche — manchmal auch täglich in der Erntezeit.
Erster Eindruck
Schon beim Auspacken fiel mir das Gewicht auf: Fast 8 Kilo — das Gerät ist kein Leichtgewicht. Aber genau das gibt Stabilität. Die Edelstahl-Einschübe gleiten sauber in die Führungen, nichts wackelt, nichts klappert. Werner meinte beim Auspacken nur trocken:
Das Teil hat mehr Gewicht als meine erste Werkzeugkiste. Aber es steht wenigstens fest auf der Arbeitsplatte, nicht wie dieser wackelige Plastikturm vorher.
Apfelchips — der Standardtest
Mein erster Durchgang: Elstar-Äpfel, 3 mm Scheiben, 60 °C, 10 Stunden. Das Ergebnis hat mich umgehauen. Alle 6 Etagen waren gleichmäßig getrocknet — ich musste kein einziges Mal umschichten. Bei meinem alten Stapelgerät war die unterste Etage nach 6 Stunden fertig, während die oberste noch 4 Stunden brauchte.
Beef Jerky — der Härtetest
Fleisch dörren ist anspruchsvoller als Obst, weil die Temperatur stimmen muss (mindestens 68 °C für die Lebensmittelsicherheit). Beim DA 900 stelle ich 70 °C ein, und nach 6 bis 8 Stunden habe ich perfektes Beef Jerky. Die Edelstahl-Einschübe sind dabei ein Segen — Fleischsaft lässt sich darauf viel besser reinigen als auf Kunststoff.
Hundesnacks — der Alltagstest
Frieda und Oskar, meine beiden Hunde, sind begeisterte Tester. Hühnerbrust-Streifen bei 68 °C, etwa 7 Stunden. Die selbstgemachten Hundesnacks sind ihr absolutes Highlight. Und ich weiß genau, was drin ist: nur Hühnerbrust, sonst nichts.
Kräuter — der Empfindlichkeitstest
Bei 25 °C trockne ich empfindliche Kräuter wie Basilikum und Petersilie. Das ist die niedrigste Stufe, und sie funktioniert tadellos. Nach 4 bis 5 Stunden sind die Kräuter trocken, behalten ihre Farbe und ihr Aroma. Dieses Feature allein rechtfertigt für mich den Aufpreis gegenüber Geräten ohne stufenlose Temperatur.
Langzeiterfahrung nach 2 Jahren
Nach über zwei Jahren Dauereinsatz kann ich sagen: Der DA 900 ist ein Arbeitstier. Die Edelstahl-Einschübe sehen noch aus wie am ersten Tag. Der Ventilator läuft leise und gleichmäßig. Der Timer funktioniert zuverlässig. Ich habe das Gerät nie zur Reparatur geben müssen.
Das Einzige, was mich gelegentlich stört: Das Gerät ist nicht gerade klein. In einer kleinen Küche braucht man einen festen Platz dafür. Wer wenig Stellfläche hat, sollte sich den WMF Küchenminis anschauen — der ist deutlich kompakter.
Rommelsbacher DA 750: Die kompakte Alternative
Den DA 750 habe ich mir zusätzlich besorgt, weil er von vielen Lesern als günstigere Alternative angefragt wird. Er ist der kleine Bruder des DA 900 und hat einige Unterschiede:
Der DA 750 hat nur 4 statt 6 Einschübe, dafür aber 700 statt 600 Watt. Klingt paradox? Ist es auch ein bisschen. Mehr Leistung bei weniger Etagen bedeutet: Der DA 750 heizt schneller auf, hat aber weniger Dörr-Fläche. Der Timer geht nur bis 12 Stunden — das reicht für Obst, wird aber bei Beef Jerky oder dicken Hundesnack-Streifen manchmal knapp.
Die Einschübe sind ebenfalls aus Edelstahl, die Temperatur lässt sich stufenlos von 25 bis 75 °C regeln. Die Verarbeitungsqualität ist identisch — es ist klar, dass beide Geräte aus dem gleichen Haus kommen.
Rommelsbacher DA 750
4 Edelstahl-Einschübe · 700 W · stufenlos 25–75 °C · Timer bis 12h
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DA 750 vs. DA 900: Die Unterschiede
Meine Einschätzung
Für die meisten Dörrer empfehle ich den DA 900. Die zwei zusätzlichen Etagen machen einen gewaltigen Unterschied in der Praxis — gerade wenn man die ganze Familie mit Apfelchips versorgen will oder eine größere Menge Obst verarbeitet. Und der 24-Stunden-Timer gibt einfach mehr Flexibilität.
Der DA 750 ist die richtige Wahl, wenn du wenig Platz hast, nur für 1-2 Personen dörrst oder das Budget knapper ist. Er ist kein schlechtes Gerät — im Gegenteil, er hat dieselbe Rommelsbacher-Qualität. Nur eben mit weniger Kapazität.
Reinigung und Pflege
Die Reinigung der Rommelsbacher-Geräte ist unkompliziert. Die Edelstahl-Einschübe ziehe ich heraus und wische sie mit warmem Wasser und einem Schuss Spülmittel ab. Bei hartnäckigen Rückständen (z.B. nach Beef Jerky) lege ich sie für 20 Minuten in Wasser ein. In die Spülmaschine können sie theoretisch auch, aber von Hand geht es bei mir genauso schnell.
Das Gehäuse innen wische ich gelegentlich mit einem feuchten Tuch aus. Wichtig: Keine scharfen Reiniger verwenden und das Gerät vor der Reinigung immer vom Strom trennen und abkühlen lassen.
Annas Reinigungstipp
Wenn nach dem Fleisch-Dörren ein Geruch zurückbleibt, lege ich Zitronenscheiben auf die Einschübe und lasse den Automaten 2 Stunden bei 60 °C laufen. Danach riecht er wieder wie neu. Funktioniert auch bei den Edelstahl-Geräten anderer Hersteller.
Mein Fazit
Der Rommelsbacher DA 900 ist und bleibt mein bester Dörrautomat. Nach über zwei Jahren Dauereinsatz kann ich ihn uneingeschränkt empfehlen. Wenn du ein zuverlässiges, hochwertiges Gerät suchst, das gleichmäßig trocknet und jahrelang hält, bist du hier richtig.
Der DA 750 ist eine solide Alternative für kleinere Haushalte oder knappere Budgets. Qualitativ gibt es keine Abstriche — nur bei Kapazität und Timer-Länge.
Den vollständigen Vergleich aller 8 getesteten Geräte findest du in meinem Dörrautomat Test 2026. Und falls dich der Unterschied zwischen Einschub und Stapel interessiert, habe ich dazu einen eigenen Vergleich geschrieben.
Häufige Fragen zum Rommelsbacher Dörrautomat
Der DA 900 hat 6 Etagen und einen 24h-Timer, der DA 750 hat 4 Etagen und einen 12h-Timer. Beide haben Edelstahl-Einschübe und stufenlose Temperatur von 25–75 °C. Für die meisten Anwender ist der DA 900 die bessere Wahl wegen der größeren Kapazität.
Ja, die Edelstahl-Einschübe beider Modelle sind spülmaschinengeeignet. In der Praxis reicht oft auch ein Abwischen mit warmem Wasser und Spülmittel.
Etwa 45 dB in 1 Meter Entfernung — vergleichbar mit einem leisen Kühlschrank. Im Schlafzimmer nebenan war er bei mir nicht mehr wahrnehmbar.
Ja, der Temperaturbereich bis 75 °C reicht für die sichere Trocknung von Fleisch. Ich mache regelmäßig Beef Jerky und Hundesnacks aus Hühnerbrust bei 68–70 °C.
Rommelsbacher ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Dinkelsbühl (Bayern), gegründet 1928. Die Geräte werden in Deutschland entwickelt und unter strengen Qualitätsrichtlinien produziert.
Weiterlesen: Dörrautomaten
Weiterführende Quelle: Dörrapparat — Wikipedia