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Über mich

Anna vom Obsthof — Dörrerin aus Leidenschaft, Hundemama & Rezeptsammlerin

Wie alles begann — eine Rekordernte und ein Geschenk

Mein Name ist Anna, und ich betreibe einen kleinen Obsthof am Rand eines Dorfes, das so verschlafen ist, dass selbst das Navigationsgerät manchmal aufgibt. Hier wachsen Äpfel, Birnen, Zwetschgen und ein paar wunderbar knorrige Kirschbäume, die mein Großvater vor über fünfzig Jahren gepflanzt hat. Ich liebe diesen Hof. Er ist laut, chaotisch, und im Herbst versinkt die gesamte Einfahrt unter Fallobst.

Vor drei Jahren hatte ich eine Rekordernte. So viele Äpfel, dass ich nicht wusste, wohin damit. Der Keller war voller Apfelsaft, die Regale bogen sich unter Marmeladengläsern, und meine Nachbarn hatten bereits abgewunken — sie hatten genug. Da kam Helga vorbei, meine Nachbarin und gute Freundin vom Hundezuchtverein, und brachte mir ein Paket mit. Darin: ein Dörrautomat, den sie bei einem Preisausschreiben gewonnen und nie benutzt hatte.

Helgas Worte, die alles veränderten:

„Anna, du hast zu viele Äpfel und zu wenig Platz. Mach Chips draus. Die Kinder werden sie lieben." — Sie hatte recht.

In der ersten Woche habe ich drei Ladungen Apfelchips gemacht. Die zweite Woche kamen Birnen und Zwetschgen dazu. In der dritten Woche hatte ich einen Vorrat für den ganzen Winter — und eine neue Leidenschaft. Seitdem steht der Dörrautomat in meiner Küche und läuft fast jeden Tag. Ich habe mittlerweile meinen dritten Dörrautomaten, weil der erste irgendwann den Geist aufgegeben hat (zu viel Liebe, zu wenig Pausen).

Frieda & Oskar — meine strengsten Tester

Zu meinem Hof gehören nicht nur Obstbäume, sondern auch zwei Hunde: Frieda, eine gemütliche Labrador-Dame mit einem Faible für Sonnenbaden, und Oskar, ein kleiner Terrier-Mix, der grundsätzlich alles frisst, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Die beiden sind das Herz dieses Hofes — und die Grund dafür, dass ich angefangen habe, Hundesnacks selber zu dörren.

Es war ein Zufall. Ich hatte Hähnchenbrust für ein Rezept vorbereitet und einen Rest übrig. Anstatt ihn wegzuwerfen, habe ich die Streifen einfach mit in den Dörrautomaten gelegt. Acht Stunden lang haben Frieda und Oskar vor dem Gerät gesessen und gewartet. Sie haben nicht gebellt, nicht gejammert — sie haben einfach nur dagehockt und mit großen Augen zugesehen, wie sich die Hähnchenbrust langsam in ihre neuen Lieblings-Snacks verwandelt hat.

Seitdem mache ich regelmäßig Hundesnacks aus dem Dörrautomaten. Hähnchenbrust, Rinderleber, Putenfleisch, manchmal auch Süßkartoffel für die Abwechslung. Immer nur eine Zutat, ohne Zusätze. Frieda bevorzugt Leber (na klar, sie ist ein Labrador), Oskar steht auf alles, solange es von mir kommt. Und ich? Ich habe ein gutes Gefühl, weil ich genau weiß, was meine Hunde fressen.

Werner, Helga & der Hundezuchtverein

Neben Helga, die mir den ersten Dörrautomaten geschenkt hat, gibt es noch Werner. Werner ist pensionierter Metzgermeister, mein Nachbar auf der anderen Seite und ein wandelndes Lexikon, was Fleischverarbeitung angeht. Als er zum ersten Mal gesehen hat, wie ich Beef Jerky im Dörrautomaten mache, hat er erst gelacht — und dann zugegriffen. Heute bringt er mir regelmäßig Fleisch vom Metzger seines Vertrauens vorbei, und wir tüfteln gemeinsam an neuen Marinaden.

Werners Tipps sind Gold wert. Er kennt sich mit Faserrichtung aus, weiß, welches Fleisch sich am besten eignet, und hat ein unglaubliches Gespür für Würzmischungen. Seine Frau Helga — ja, dieselbe Helga mit dem Dörrautomaten — ist Vorsitzende des örtlichen Hundezuchtvereins. Als sie meine selbstgemachten Hundesnacks probiert hat (also, Frieda und Oskar haben sie probiert, Helga hat zugeschaut), war sie so begeistert, dass sie mich gebeten hat, beim nächsten Vereinstreffen darüber zu erzählen.

Das war der Moment, in dem die Idee für diesen Blog entstanden ist. Plötzlich kamen Fragen: „Welchen Dörrautomaten benutzt du?" — „Wie lange muss Rinderleber dörren?" — „Kann man auch Gemüse trocknen?" Ich habe angefangen, alles aufzuschreiben, und irgendwann habe ich mir gedacht: Warum nicht einfach einen Blog daraus machen? So können nicht nur die Leute im Verein meine Tipps lesen, sondern alle, die sich fürs Dörren interessieren.

Warum ich diesen Blog schreibe

Ich bin keine Ernährungswissenschaftlerin — ich bin einfach Anna, die gerne dörrt. Ich habe keinen professionellen Food-Fotografie-Hintergrund und kein Studio mit perfektem Licht. Meine Fotos entstehen in meiner Küche, meistens mit Mehlstaub auf dem Objektiv und einem Hund, der durchs Bild läuft.

Was ich aber habe: Erfahrung. Über 500 Dörr-Durchgänge in drei Jahren. Jedes Rezept auf diesem Blog habe ich selbst ausprobiert, oft mehrfach. Jeder Dörrautomat in meinen Tests hat wochenlang in meiner Küche gestanden — nicht nur für ein schnelles Testfoto. Und wenn etwas nicht funktioniert hat, schreibe ich das auch. Ehrlichkeit ist mir wichtiger als ein perfektes Bild.

Dieser Blog ist für alle, die gerne dörren oder damit anfangen wollen. Für Leute, die ihren Hunden gesunde Snacks geben möchten. Für alle, die eine Rekordernte im Garten haben und nicht wissen, wohin mit den ganzen Früchten. Und für alle, die einfach neugierig sind, was man aus einem Dörrautomaten und guten Zutaten alles machen kann.

Ich teile hier, was ich gelernt habe — nicht als Expertin, sondern als jemand, der jeden Tag in der Küche steht und einfach Spaß am Dörren hat. Wenn meine Rezepte dir helfen, freut mich das riesig. Und wenn du Fragen hast, schreib mir — ich antworte immer persönlich.

A
Anna Obsthof-Besitzerin & Dörrerin aus Leidenschaft

Was du auf diesem Blog findest

Auf Kunden-Empfehlungen.de dreht sich alles ums Dörren — in all seinen Facetten. Hier ein kurzer Überblick über die Themenbereiche:

Danke, dass du vorbeischaust. Und jetzt: Ab in die Küche, Dörrautomat anschalten und losgeht's!

Weiterführende Quelle: Dörren — Wikipedia